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Hurra, ich lebe noch! April 9, 2010

Posted by pidoubleyou in Abenteuer Alltag.
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Die Betonung liegt auf „noch“. Nachdem ich lange Zeit nichts mehr geschrieben habe, kommt nun das volle Programm; eine Zusammenfassung der heftigen Art.

Punkt 1: Bereits letzten Dezember haben so ziemlich alle Kollegen aus meiner Abteilung gekündigt. Plötzlich waren nur noch zwei Leute am Arbeiten. Zwar sind dann im Februar drei neue Kollegen gekommen. Jedoch hat des trotzdem bis Ende März gebraucht, um den durch die Kündigungen und Krankheiten ausgelösten Stau aufzuarbeiten. Neuen Kollegen schön und gut; aber man kann die Leute, wenn sie noch keine Ahnung von irgendwas haben, nicht auf die Kunden loslassen.

Punkt 2: Bei meinem lieben Papili wurde Krebs festgestellt. Scheiße. Er hat zwar ein bisschen vorgewarnt ala „Der Dok meint, das Gewebe sei veränderlich“, aber solch eine Nachricht ist trotzdem extrem heftig. Wenigstens wurde der Krebs bereits operativ entfernt und er soll nicht gestreut haben.

Punkt 3: Mein Fahrrad wurde geklaut. Wobei ich nicht verstehe, wie! Es war mit einer sehr schweren Eisenkette an einem Laternenpfahl festgekettet. Und nicht mal die Kette ist mehr da gewesen.

Punkt 4: Es lebe unser oberstes Gericht in Karlsruhe. Das hat die Vorratsdatenspeicherung per Urteil gekippt. Doch die Speicherung soll trotzdem bleiben. Über die Hintertür der Besteuerung von Traffic von Emails. Ganz großes Tennis.

Habe ich noch etwas vergessen? Ich denke nicht. Also: Alles Scheiße, deine Ulli.

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Der Untergang der Meinungsfreiheit Juni 16, 2009

Posted by pidoubleyou in Aktuelles.
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Dieser wurde heute beschlossen. Golem berichtet, dass die Online-Pedition nichts gebracht hat. Ja, die „Volkspartei“ SPD hat sogar auf dem Parteitag am Wochenende den Rückschritt der Debatte um dieses Gesetz als Erfolg verkauft. Sind 130.000 Stimmen gegen dieses Gesetz wirklich so missachtenswert? Ist die Angst der Bürger vor Zensur wirklich so weltfremd? Ich sage NEIN! Dass dieses Gesetz nun noch vor der Sommerpause in Kraft treten soll, ist ein Tritt in die Eier jedes vernünftig denkenden Bundesbürgers. Bürgerrechtsbewegungen sehen in diesem Akt der Verstümmelung sogar die Zeichen, dass Politik sich nicht um die Bürger scherrt. Und dass es keinen Sinn hat, weiter mit Politikern zu reden. Ich kann es gut nachvollziehen. Ich hätte auch keine Lust mit solchen Hohlköpfen wie unseren Politikern zu reden.

Meinung macht die Umfrage Mai 19, 2009

Posted by pidoubleyou in Aktuelles.
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Ich habe Jahre in der Marktforschung gearbeitet. Doch auch meine teils wirklich seltsamen Fragen werden von den Fragen, welche infratest gestellt hat, weit in den Schatten gestellt. Sicher, es ist ein ernstes Thema, das Thema der Kinderpornographie. Und man sollte auch dagegen vorgehen. Wobei man nur mal über die Grenze blicken muss, wo einen kleine Provider-Anfrage bereits zum Löschen solcher Seiten führt. Aber wenn ich den Ergebnissen dieser Umfrage glaube, gehört sich dem deutschen Volk eine neue Ära ala Drittes Reich. Und alle schimpfen immer über die Zensur in China.

Noch mehr Leinen los… April 28, 2009

Posted by pidoubleyou in Aktuelles.
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Nun ist die DNS-Sperre gerade mal seit einem Wochenende als Gesetz verabschiedet, da weckt sie bereits andere Begehrlichkeiten. Nun sollen, nach dem Willen eines Vertreters des Buchhandels, die Adressen von ausländischen Filehostern ebenfalls auf der Liste landen (Gulli berichtet). Schon als das Gesetz verabschiedet wurde, dachte ich mir, dass so etwas kommen würde. Die Geschwindigkeit ist jedoch beeindruckend.

Von der Leyen ist von der Leine April 25, 2009

Posted by pidoubleyou in Aktuelles.
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Denn heute wurde das Stoppschild-Gesetz im Bundestag verabschiedet (Heise berichtet). Das mit diesem Gesetz nicht nur Zensur im großen Stil durchgeführt wird, sondern auch Inhalte, welche nicht widerrechtlich sind, auf die Abschußliste geraten können, scheint keinen zu interessieren. Ebenso scheint es keinen zu stören, dass selbst die schwedischen Behörden, welche gerne als Beispiel für die Wirksamkeit einer solchen DNS-Sperre herangezogen werden, darüber nachdenken, diese technische Möglichkeit wieder zu deinstallieren, da es in deren Augen keine Reduzierung der kinderpornografischen Fälle zur Folge hatte, ist anscheinend ebenfalls uninteressant. Und dass diese Technik ohne viel Tamtam umgangen werden kann, da sie nur auf deutschen DNS-Servern installiert ist, ist sicher nur ein weiterer Punkt der Nebensächlichkeiten.

Und so haben wir neben der Vorratsdatenspeicherung nun ein weiteres Gesetz, welches vornehmlich auf die Rechte des Grundgesetzes abzielt. Ich bin gespannt, welche Verfassung wir Deutschen bekommen werden.

Versicherter Datenschutz oder nicht? Oktober 14, 2008

Posted by pidoubleyou in Abenteuer Alltag, Aktuelles, Kunden.
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Laut einem Artikel beim Focus gehen viele Versicherer dazu über, die Historie ihrer zukünftigen Kunden zu überprüfen. Ansich ein ganz normales Vorgehen; Schufa sei Dank! Doch die jetzt eingeführte Vorgehensweise geht weit über die Daten der Schufa hinaus. Denn jetzt werden nicht nur diese Daten zur finanziellen Vergangenheit herangezogen.

Nein, jetzt wird auch überprüft, wie die Zahlungsmoral ist (lässt sich darüber streiten; ich bin da nicht so begeistert) und wo der Deliquent wohnt (Autsch für den Datenschutz). Gerade der letzte Punkt ist in meinen Augen der Hammer. Denn jetzt haben die Versicherer die Möglichkeit, sich für Kunden zu entscheiden, welche in einer guten Gegend wohnen (vermeintlich gut bestückt sind) und gegen Kunden zu entscheiden, welche in zwielichtigen Gegenden wohnen (vermeintlich schlechte Kundschaft).

Somit ist jetzt die Kundschaft zum Spielball der Versicherer geworden. Die Kunden wissen nicht, weshalb sie abgelehnt wurden und gehen zu einem anderen Anbieter, der sie eventuell aus denselben Gründen ablehnt wie der erste Anbieter. Und mir brennt eine Frage auf den Fingern: Was ist für die Versicherer eine schlechte Gegend? Ein hoher Ausländer-Anteil? Marode Bauten? Nähe zur nächsten Hauptverkehrsader? Die Faktoren für diese Auswahl sind ebenso unersichtlich wie die Auswahl selbst.

Die Telekom-Daten sind Porno Oktober 14, 2008

Posted by pidoubleyou in Abenteuer Alltag, Aktuelles, Kunden, Verrücktes.
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Das habe ich mir gedacht, als ich diesen Artikel bei Heise gelesen habe. Ich finde es ja schon mal gut, dass sich der Empfänger der Daten bei der Telekom bzw. bei der Polizei gemeldet hat. Nicht gut finde ich, dass die Daten trotzdem zwei Jahre lang auf dem Rechner dieses Unternehmers gelegen sind, ohne dass es jemanden gekümmert hat. Ganz besonders übel ist in meinen Augen dann auch, dass im Zuge des derzeitigen Skandals um die Datensicherheit bei der Telekom dieser Unternehmer Besuch von der Kripo erhält und wie ein Verbrecher behandelt wird. Diese Aktion erwischt in meinen Augen eindeutig den Falschen.